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Pferdewetten

Innerhalb des Pferderennsports, gibt es verschiedene Möglichkeiten in Pferdewetten sein Geld zu setzen.
Am bekanntesten ist wohl die Vorhersage des Rennsiegers, also die Wetten auf Sieg, Platz, das gewählte Pferd muss Erster, Zweiter oder bei mehr als sieben Startern Dritter werden, und die Zweier-Wette. Bei der Zweier-Wette sagt man den Erstplatzierten und Zweitplatzierten in richtiger Reihenfolge vorher. Auch eine Dreier- und Vierer-Wette wird angeboten, wobei die Vierer-Wette meist nur an einem Rennen pro Renntag möglich ist. Diese Wettart ist mit einer Mindestausschüttung verbunden und hat sehr hohe Quoten. Der Platzzwilling, die Finish-Wette und die Top-6-Wette, sind weitere Wettarten, die in Deutschland zu Verfügung stehen. Beim Platzzwilling müssen zwei Pferde in beliebiger Reihenfolge unter die ersten Drei kommen, bei der Finish-Wete, geht es darum, die Sieger der letzten drei Rennen am Renntag vorherzusagen. Die Top-6-Wette bietet die Möglichkeit die Sieger von sechs Rennen zu tippen. Weitere Sportwetten Arten gibt es natürlich noch in den USA und in Österreich.

Galopprennen

Galopprennen werden in verschiedenen Rennvarianten weltweit ausgetragen. Die häufigste Form sind wohl die Flachrennen, also Rennen, welche über eine hindernislose Distanz, in Deutschland vorwiegend auf Gras- oder Sandbahnen, ausgetragen werden. In St.Moritz wird jährlich bei einem großen Spektakel ein Pferderennen auf einem zugefrorenem See ausgefochten. Die Renndistanzen bei Flachrennen liegen in Deutschland zwischen 1000m und 3400m, im Ausland zwischen 800m und 4200m. Bei den Flachrennen gibt es noch Unterscheidungen nach Aufgewichtsrennen und Ausgleichrennen, bei beiden Rennformen werden den Pferden nach bestimmten Gesichtspunkten Gewichte zugeteilt, welche während des Rennens getragen werden müssen.

Die klassischen Rennen, sind Zuchtrennen für meist dreijährige Pferde. Das bekannteste und wahrscheinlich auch wichtigste klassische Rennen ist das Derby, welches in verschiedenen Ländern unter verschiedenen Namen veranstaltet wird. Ein besonderes Derby ist das Stutenderby oder auch “Preis der Diana”. Die Renndistanz des Derbys beträgt 2414m. Ein Rennen nur für Stuten ist das “1000 Guineas”, welches über 1609m führt und in Deutschland “Henkel-Rennen” heisst. Beim “2000 Guineas” werden sowohl Stuten als auch Hengste zugelassen, die Distanz ist die gleiche, wie beim Stutenrennen. Dieses ist in Deutschland unter dem Namen Mehl-Mülhens-Rennen bekannt. Das “St. Leger” ist ein klassisches Rennen, welches meist zuletzt ausgetragen wird und an dem in Deutschland seit 2007 auch Pferde, welche älter als drei Jahre sind, teilnehmen dürfen. Dieses Rennen ist sehr bedeutsam, denn es findet seit 1776 statt.

Die Gruppenrennen, sind Pferderennen, welche dem internationalen Leistungsvergleich dienen. Es gibt verschiedenen Renngruppen von eins bis drei. Der Status der Gruppe richtet sich nach dem zu erzielenden Preisgeld, dem Leistungsniveau der teilnehmenden Pferde aus den vergangenen fünf Jahren und der historischen Bedeutung im Rennsport. Der Status eines Rennens wird fortlaufend überprüft und kann sich dadurch jederzeit ändern. Das System der Gruppenrennen existiert in Frankreich, Irland, England und Italien seit dem Jahre 1972 und in Deutschland seit 1973. Das bestdotierte Rennen in Deutschland ist das Deutsche Derby, welches in Hamburg-Horn immer am ersten Sonntag im Juli ausgetragen wird.

Listenrennen sind quasi Gruppenrennen mit schlechterem Status. Die Bedeutung und auch die Dotierung sind geringer als bei Gruppenrennen.

Möchte man ein Pferd erwerben, bietet sich ein Verkaufsrennen an. Hier stehen alle teilnehmenden Pferde zum Verkauf. Der Verkäufer legt einfach vor dem Rennen einen Mindestpreis fest und der potenzielle Käufer kann nach dem Rennen anonym ein Gebot für das TTier abgeben. Das höchste Gebot erhält den Zuschlag. Bei diesen Verkaufsrennen, ist es auch möglich ein Pferd vor dem Rennen zu erstehen, dann wird der festgelegte Mindestpreis plus dem Siegpreis des Rennens gezahlt.

Spezielle Rennen werden ebenfalls veranstaltet, wie zum Beispiel Schimmelrennen, Halblut- und Stutenrennen , oder Heatrennen. Beim “Heat” müssen die Pferde in mehrern Läufen gegeneinander antreten. Schlägt ein Pferd zweimal alle Konkurrenten, gewinnt es. Diese Läufe finden am gleichen Renntag stündlich statt.

Hindernissrennen, wie das Jagd-, Seejagd- und Hürdenrennen sind etwas langsamer im Durschnittstempo. Ein Jagdrennen wird über Distanzen zwischen 3000m und 7200m, über feste Hindernisse, wie Hecken und Ähnlichem geritten. Dies erhöht das Verletzungsrisiko für Pferd und Reiter. Beim Seejagdrennen, wird im Kurs ein See durchschwommen bzw. je nach Tiefe durchritten. Das Hürdenrennen erfolgt über bewegliche Hürden aus Reisig und hat nur eine Distanz zwischen 2400m und 4000m.

Trabrennen

Bei Trabrennen ist nur die Gangart Trab erlaubt, galoppierende Pferde werden disqualifiziert. Es gibt zwei Startmöglichkeiten, den Bänderstart und den Autostart. Der Letztere erfolgt hinter einem Auto mit Gitterflügeln, welches ab einer gewissen Metermarke den Start freigibt und beschleunigt,. Der Bänderstart ermöglicht, durch versetzte Startfelder im Abstand von 25m bis 50m, auch unterschiedlich schnellen Pferden die gemeinsame Rennteilnahme. Auch im Trabrennsport gibt es unterschiedliche Sonderrennen, wie zum Beispiel das Maidenrennen, für bisher sieglose Pferde, das Jahrgangsrennen, Zuchtrennen für einen oder zwei Jahrgänge, Amateurrennen und sogar Doppelsitzerrennen, bei denen ein Gast auf dem Sulky ohne Rennerfahrung teilnehmen kann. Das wichtigste Traberrennen ist das Traber Derby auf der Berliner Trabrennbahn Mariendorf.